Am 25. Februar 2026 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen eine Vorstellung im Theater Hof. Gezeigt wurde das Stück „Simpel“, inszeniert vom Jungen Theater Hof.
Bei schönem Wetter und voller Vorfreude machten sich die Schülerinnen und Schüler zu Fuß auf den Weg zum Theater, wobei sie die gemeinsame Zeit für Gespräche nutzten.
Im Mittelpunkt des Schauspiels steht der 22-jährige Simpel, der geistig auf dem Entwicklungsstand eines dreijährigen Kindes ist. Zusammen mit seinem Bruder lebt er in einer Wohngemeinschaft und stellt sich den Herausforderungen des Alltags. Das Stück erzählt einfühlsam vom Anderssein, von Beeinträchtigungen und Geschwisterliebe. Es zeigt, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und Verantwortungsbewusstsein sind – und dass gegenseitige Unterstützung Vieles möglich machen kann.
Der Theaterbesuch fand im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Ziel ist es, Empathie, Toleranz und Respekt im schulischen Alltag zu stärken. Im Anschluss an die Aufführung wurden offene Fragen der Schülerinnen und Schüler und zentrale Aspekte des Stücks gemeinsam mit dem Schauspieler Etienne Moussou sowie der Leiterin des Jungen Theaters Hof Zuzana Masaryk besprochen und vertieft. Dabei stellten sich die Schülerinnen und Schüler auch die Frage, was „normal“ eigentlich bedeutet – und erkannten, dass Normalität kein fester Maßstab ist, sondern oft nur das beschreibt, was der Mehrheit vertraut erscheint. Lisa P. (Klasse 9a) brachte es auf den Punkt: „Wer oder was ist schon normal? Wir sind doch alle Menschen, in denen rotes Blut fließt.“
Patrizia Hofmann (SOR-Beauftragte)



